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 Gütertrennung


Die Gütertrennung ist ein familienrechtlicher Güterstand zwischen Eheleuten oder Lebenspartnern. Durch die Gütertrennung erfolgt eine vollständige Trennung der Vermögensmassen beider Ehegatten oder Lebenspartner, ohne dass nach der Scheidung der Ehe von einem der beiden ein Ausgleich auf den Zugewinn zu gewähren ist. Jedem Ehegatten obliegt die Verwaltung seines Vermögens und er bleibt Eigentümer sowohl des vor der Eheschließung als auch des während der  Ehe von ihm erworbenen Vermögens. Davon unberührt bleibt das Recht auf Aufteilung des gemeinsamen ehelichen Gebrauchsvermögens (wie z. B. Hausrat, Ehewohnung, gemeinsames Auto) und der ehelichen Ersparnisse.


Die Gütertrennung ist zum einen ein vertraglich vereinbarter Güterstand zwischen Eheleuten oder Lebenspartnern im Familienrecht, zum anderen ein außerordentlicher, möglicher gesetzlicher Güterstand gem. §§ 1388,1414,1449,1470 BGB. Gütertrennung wird durch einen entsprechenden, beim Notar zu beurkundenen Ehevertrag  bzw. Partnerschafts-vertrag  vereinbart. Gegenüber Dritten wirkt die Gütertrennung nur, wenn sie ins Güterrechts-register  eingetragen oder dem Dritten bekannt ist.

 (§ 1371 BGB). 


Haben die Eheleute Gütertrennung vereinbart, entfällt eine pauschale Erhöhung der Erbquote. § 1931 Abs. 4 BGB trifft für diesen Fall eine Sonderregelung.